Hydrostrategisches Denken: Die Geopolitik der Wasserresilienz und Ernährungssicherheit

Zum dritten Mal in Folge veranstaltet die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) eine hochrangige Podiumsdiskussion auf dem 18. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), das vom 14. bis 17. Januar 2026 stattfindet. Die gemeinsam veranstaltete Sitzung findet am Donnerstag, dem 15. Januar, von 16:00 bis 17:30 Uhr im CityCube in Berlin statt.

Die gemeinsam veranstaltete hochrangige Podiumsdiskussion beginnt mit einer kurzen Einführung und Einstimmung durch Michael Werz, Senior Advisor der Münchner Sicherheitskonferenz, gefolgt von einer interaktiven Diskussion und einer moderierten Fragerunde mit dem Publikum. Aufbauend auf der gemeinsam veranstalteten Podiumsdiskussion im letzten Jahr beim GFFA soll diese Sitzung die Zusammenarbeit zwischen dem Agrarsektor und dem Bereich Stabilität und Sicherheit fördern. Sie bringt hochrangige politische Entscheidungsträger, Praktiker, Wissenschaftler, Führungskräfte aus der Wirtschaft und Vertreter der Zivilgesellschaft mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen. Die Diskussion wird simultan in alle Sprachen der Vereinten Nationen sowie ins Deutsche und Portugiesische gedolmetscht. Die Sitzung ist öffentlich und eine Aufzeichnung wird auf der Website des GFFA zur Verfügung gestellt.

Die Wasserinfrastruktur hat zunehmend an geopolitischer Bedeutung gewonnen. Die jüngsten Debatten um groß angelegte Staudammprojekte und die Bewirtschaftung grenzüberschreitender Flusssysteme haben dies deutlich gemacht. Sie haben gezeigt, dass die Wasserinfrastruktur erhebliche Auswirkungen auf flussabwärts gelegene Regionen haben kann, indem sie die Wasserverfügbarkeit, die Dynamik der Ökosysteme und die regionale Stabilität verändert. Der geopolitische Wettbewerb um Wasserressourcen dürfte sich in Zukunft noch verschärfen, da die Klimakrise den Wasserkreislauf stört. Der weltweite Süßwasserbedarf wird bis 2030 voraussichtlich das Angebot um 40 Prozent übersteigen. Die mangelnde Widerstandsfähigkeit der Wassersysteme weltweit stellt ein großes Risiko für die Ernährungssicherheit dar, da sie die Produktion und Qualität einschränkt. Die Landwirtschaft macht 72 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs aus und ist daher von der globalen Wasserkrise stark bedroht. Da die Nahrungsmittelproduktion zunehmend fragil wird, kann die Verknappung von Nahrungsmitteln Kettenreaktionen in verschiedenen Regionen auslösen und Hunger und Zwangsvertreibung verschärfen. In einer zunehmend turbulenten geopolitischen Landschaft, in der Wasser und Nahrungsmittel auch als Druckmittel eingesetzt werden, ist es von größter Bedeutung zu verstehen, wie Schwachstellen in kritischen Infrastruktursystemen zur Destabilisierung der Gesellschaften führen können, die von ihnen abhängig sind.
Gemeinsam wollen das BMLEH und das MSC mit diesem hochrangigen Panel auf dem Global Forum for Food and Agriculture 2026 die geopolitische Dimension der Wasserversorgungssicherheit im Vorfeld der UN-Wasserkonferenz 2026 beleuchten.

Ausrichter

Münchener Sicherheitskonferenz (MSC)Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)

Podiumsteilnehmerinnen & Podiumsteilnehmer

Moderatorinnen, Moderatoren, Podiumsteilnehmerinnen & Podiumsteilnehmer

Michael Werz

Michael Werz

Leitender Berater

Münchener Sicherheitskonferenz

Markus Schick

Markus Schick

Staatssekretär

Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat

Ambika Vishwanath

Ambika Vishwanath

DFAT Maitri Principal Research Fellow; Co-Founder and Director; Munich Young Leader 2011

La Trobe University; Kubernein Initiative

 I.E. Retno L.P. Marsudi

I.E. Retno L.P. Marsudi

Außenministerin (a.D.) der Republik Indonesien

UN-Sondergesandte für Wasser

Rania Dagash-Kamara

Rania Dagash-Kamara

Beigeordnete Exekutivdirektorin

Welternährungsprogramm (WFP), Rom