Global Forum for Food and Agriculture (GFFA)

Das GFFA ist eine bedeutende Veranstaltung, die Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt, um Lösungen für die zukünftige Ernährungssicherheit zu entwickeln.

Thema des GFFA 2027: Resiliente Agrarwirtschaft vom Feld bis zum Weltmarkt

Denn eine widerstandsfähige Land- und Ernährungswirtschaft ist der Schlüssel zu einer sicheren und nachhaltigen Versorgung der Weltbevölkerung. Doch geopolitische Krisen, Wetterextreme, volatile Märkte und fragile Lieferketten stellen den Agrarsektor vor immer größere Herausforderungen. Um die globale Ernährungssicherheit langfristig zu gewährleisten, braucht es innovative Lösungen, starke internationale Partnerschaften und entschlossenes politisches Handeln. Im Mittelpunkt stehen dabei vier zentrale Handlungsfelder: die Sicherung von Produktionsmitteln, die Stärkung offener und vielfältiger Handelsbeziehungen, die Förderung von Innovationen und modernen Technologien sowie die Stärkung der Lebensmittelsicherheit und der Tier- und Pflanzengesundheit. Gemeinsam wollen wir auf dem GFFA diskutieren, wie wir die Resilienz der Agrar- und Ernährungssysteme stärken und die Weichen für eine zukunftsfähige, nachhaltige und krisenfeste Landwirtschaft stellen.

Ergebnisse GFFA 2026 - Rückblick

Wesentliche Ergebnisse der 18. Berliner Agrarministerkonferenz

Nachhaltige Wasser- und Landwirtschaftsbewirtschaftung spielt eine Schlüsselrolle für die Ernährungs- und Wassersicherheit.

Effiziente Wassernutzung in der Landwirtschaft wird gefördert, u. a. durch präzise Bewässerung, Wassereinsparung, Wiederverwendung, Bodenschutz und die Reduktion von Lebensmittelverlusten.

Wasserrückhalt, -speicherung und nachhaltige Nutzung von Boden- und Grundwasser werden gestärkt; sowohl naturbasierte Lösungen, wie die Erhaltung gesunder Böden, Wälder und Feuchtgebiete spielen dabei genauso eine Schlüsselrolle wie technische Lösungen, z.B. Rückhaltebecken oder Meerwasserentsalzung.

Landwirtschaft muss sowohl mit Wasserknappheit als auch mit Überschüssen umgehen können; Hochwasserrisikomanagement soll gestärkt werden.

Verschmutzung von Wasser durch Landwirtschaft und Aquakultur soll reduziert werden; bewährte Verfahren zum Schutz der Wasserqualität, wie z.B. Zwischenfruchtanbau und Pufferstreifen werden ausgebaut.

Pflanzengenetische Vielfalt und Züchtung soll verbessert werden für eine erhöhere Dürre- und Salztoleranz.

Forschung, Entwicklung, Innovation, und Infrastruktur sowie KI und bessere Datensysteme sind entscheidend für effiziente Wassernutzung.

Das Potential einer nachhaltigen blauen Bioökonomie wird als Beitrag zu Ernährungssicherheit, Klimaschutz, Biodiversität und regionaler Wertschöpfung gefördert. Insbesondere in küstennahen und ländlichen Regionen können durch die Förderung der blauen Bioökonomie diversifizierte Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden.

Nutzungskonkurrenzen um Wasser sollen durch integriertes, partizipatives Wasserressourcenmanagement, klare Rechte, Gleichberechtigung und Schutz vulnerabler Gruppen gelöst werden.

Internationale Wasser-Governance und die Rolle von UN-Institutionen sollen gestärkt werden, insbesondere im Vorfeld der 2026 stattfindenden UN-Wasserkonferenz.

Junglandwirteforum 2026

Beim Internationalen Junglandwirteforum 2026 wurden erneut 19 Junglandwirtinnen und Junglandwirte aus allen Kontinenten in Berlin eingeladen. Sie brachten ihre wertvollen Erfahrungen zum Thema Wasser aus ihren eigenen landwirtschaftlichen Betrieben oder ihrer Arbeit in nationalen Landwirtschaftsverbänden aktiv in die Diskussionen des GFFA ein. Sie erarbeiteten eine eigene Erklärung, die sie auf der Agrarministerkonferenz vorstellten und insbesondere folgende Punkte enthielt:

Statements der Junglandwirtinnen und Junglandwirte

Junglandwirtinnen und Junglandwirte sehen sich großen Herausforderungen durch Klimawandel, Ressourcenknappheit, Kriege und sinkende Ernährungssicherheit gegenüber.

Wasser ist eine zentrale und zunehmend knappe Ressource. Marode Infrastruktur und schlechte Governance verschärfen die Lage.

Sichere Ernten brauchen Zugang zu Wasser, Energie, Infrastruktur, Wissen und besserem Risikomanagement.

Innovationen (z. B. moderne Bewässerung, Digitalisierung, Agroökologie) stärken die Resilienz, sind aber nicht für alle zugänglich.

Die Bioökonomie kann dabei helfen, Einkommen zu stabilisieren und mehr Wertschöpfung in der Landwirtschaft zu schaffen.

Junglandwirtinnen und Junglandwirte müssen stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden – denn sie sind nicht nur die Zukunft, sondern bereits heute entscheidende Akteure.

GFFA Fachveranstaltungen 2026

Beim GFFA 2026 tauschten sich rund 2.000 internationale Gäste in 16 Expert Panels, 3 High Level Panel sowie der Kooperationsbörse über die nachhaltige Nutzung von Wasser, das Innovationspotential der blauen Bioökonomie, die konstruktive Lösung von Nutzungskonkurrenzen im Bereich Wasser und der Stärkung der Internationalen Wasser Governance aus.
Das GFFA wurde offiziell durch die Parlamentarische Staatssekretärin Englhardt-Kopf eröffnet. Auch die UN-Sondergesandte für Wasser hielt eine Keynote.
Eins der drei High Level Panel wurde zum dritten Mal gemeinsam vom BMLEH und der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) unter dem Titel „Hydrostrategisches Denken: Die Geopolitik der Wasserresilienz und Ernährungssicherheit“ ausgerichtet.

Die weiteren High Level Panel wurden von der AU zum Thema „Nachhaltiges Wasserressourcen-Management für ein ernährungssicheres Afrika – eine stärkere Stimme für Landwirtschaft und blaue Bioökonomie“ und der FAO zum Thema „Nutzungskonkurrenzen konstruktiv lösen“ ausgerichtet. Die Kooperationsbörse wurde von PSt’n Englhardt-Kopf offiziell eröffnet. Sie zeigte Innovationen der Agrarwirtschaft und Projekte aus multilateralen und internationalen Kooperationen.