Donnerstag, 14. Januar 2027 · CityCube Berlin · Öffentliche Veranstaltungen
Die Fachpodien bringen Perspektiven aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Leitthema „Resiliente Agrarwirtschaft vom Feld bis zum Weltmarkt“ zusammen.
Donnerstag, 14.01.2027 · 09:00–10:30 Uhr · CityCube Berlin · M-Räume
In diesem Zeitfenster finden 4 Fachpodien parallel statt. Hier finden Sie die Titel, Ausrichtenden und vollständigen Kurzbeschreibungen der Veranstaltungen.
FACHPODIUM 1



Ausrichter: Andreas Hermes Akademie im Bildungswerk der Deutschen Landwirtschaft e.V. · Deutscher Bauernverband e.V. · World Farmers‘ Organisation (WFO)
Sprache: Englisch
Jan Pusdrowski
j.pusdrowski@andreas-hermes-akademie.de
Telefon: +49 170 3485903
Geopolitische Spannungen, anfällige Lieferketten, Ressourcenknappheit und der Klimawandel stellen die Landwirtschaft weltweit vor neue Herausforderungen. Dabei wird die Resilienz durch die Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb erheblich gestärkt. Landwirte müssen die Produktion unter sich wandelnden politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bedingungen aufrechterhalten, denn sie leisten einen grundlegenden Beitrag zur Ernährungssicherheit. Ihr Praxiswissen darüber, was funktioniert und was angepasst werden muss, ist entscheidend für eine resiliente Landwirtschaft.
Bauernverbände können diese individuellen Erfahrungen in kollektives Handeln umwandeln. Indem sie das Wissen und die Bedürfnisse ihrer Mitglieder bündeln, die Landwirte gegenüber Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vertreten und Wissen wieder in die Praxis zurückführen, können sie dazu beitragen, dass Lösungen nicht nur für Landwirte entwickelt, sondern gemeinsam mit ihnen erprobt und angepasst werden.
Die Podiumsdiskussion führt Perspektiven von Bauernverbänden, der landwirtschaftlichen Praxis, der Wissenschaft und der Privatwirtschaft zusammen. Ausgehend von nationalen und internationalen Erfahrungen wird untersucht, wie Landwirte zu wesentlichen Gestaltern einer resilienten Produktion werden können, wie Bauernverbände diese Rolle ermöglichen können und welche Rahmenbedingungen und Kooperationsformen erforderlich sind, um das Wissen der Landwirte mit Forschung, Innovation, Märkten und Politik zu verknüpfen.
FACHPODIUM 2
Ausrichter: OECD und IFPRI
Sprache: Englisch
Koen Deconinck
Koen.deconinck@oecd.org
Die landwirtschaftliche Produktion und die Lieferketten in der Agrar- und Ernährungswirtschaft waren in den vergangenen Jahren einer Reihe aufeinanderfolgender und sich überschneidender Schocks ausgesetzt. Dazu zählen die COVID-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, geopolitische und handelspolitische Spannungen, volatile Energiemärkte sowie zunehmend häufige extreme Wetterereignisse. Diese Schocks lenkten die Aufmerksamkeit auf potenzielle Schwachstellen in den Lieferketten und haben zugleich aber auch die Bedeutung des internationalen Handels, diversifizierter Bezugsquellen und eines wirksamen Risikomanagements durch öffentliche und private Akteure unterstrichen.
Dieses Fachpodium wird untersuchen, wie die Resilienz entlang der gesamten Lieferkette gestärkt werden kann, von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln und der Primärproduktion bis hin zur Verarbeitung und zum Vertrieb. Auf Grundlage von Analysen der OECD und des IFPRI werden in der Diskussion Lehren aus den jüngsten Schocks gezogen und die sich ergänzenden Rollen öffentlicher und privater Akteure bei der Verbesserung der Widerstandsfähigkeit ermittelt.
FACHPODIUM 3


Ausrichter: German Agribusiness Alliance · Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO)
Sprache: Deutsch
Dr. Per Brodersen
PB@german-agribusiness-alliance.de
Telefon: +49 170 7961061
Berechenbarkeit steht hoch im Kurs – und zwar in der Landwirtschaft weltweit: Die vielfältigen Konfliktherde – sei es Russlands Krieg gegen die Ukraine, der Nahost-Konflikt mit seiner Ausweitung auf die Straße von Hormus oder die extreme Sprunghaftigkeit der US-Handelspolitik – untergraben etablierte Handelsbeziehungen, treiben Verbraucherpreise in die Höhe und setzen Agrarproduzenten unter besonderen Druck. Dieses Szenario vollzieht sich vor dem Hintergrund sich verschärfender klimatischer Bedingungen mit Dürren, Hitzewellen und Starkregen in vielen Teilen der Welt. Umso wichtiger wird regionale, berechenbare, intelligente Lebensmittelproduktion vor Ort – mit effizienter Produktion, verlässlichen Ergebnissen und kurzen Lieferketten bis hin zum Verbraucher.
Wo stehen derzeit große Agrarnationen Osteuropas und Zentralasiens bei der Lebensmittelproduktion? Wo bieten intelligente Innovationen mehr Resilienz in der Landwirtschaft? Und welche Herausforderungen müssen wir noch angehen?
Diskutiert werden sollen diese Fragen mit Vertreter*innen von internationaler Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen einer Podiumsdiskussion.
FACHPODIUM 4

Ausrichter: Standards and Trade Development Facility (STDF)
Sprache: Englisch
Marlynne Hopper
marlynne.hopper@wto.org
Telefon: +41 78 850 71 27
Durch den steigenden Druck geopolitischer Spannungen und des Klimawandels auf globale Ernährungssysteme sind Investitionen in Lebensmittelsicherheit, Tier- und Pflanzengesundheit entscheidend für die Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Resilienz. Investitionen im Bereich der gesundheitspolizeilichen und pflanzenschutzrechtlichen Maßnahmen (SPS) bekämpfen diese Risiken an ihrem Entstehungsort und tragen zu sichereren und widerstandsfähigeren Lieferketten in der Agrar- und Ernährungswirtschaft weltweit bei.
Ziel der Sitzung ist es aufzuzeigen, wie verbesserte Kapazitäten im Bereich der gesundheitspolizeilichen und pflanzenschutzrechtlichen Maßnahmen in Entwicklungsländern einen dreifachen Gewinn für Regierungen, den Privatsektor und die Verbraucher bringen: erleichterter Handel, sichere Lebensmittel und widerstandsfähigere Lieferketten.
Es wird untersucht, wie Innovationen und Investitionen zur Erfüllung internationaler Standards für Lebensmittelsicherheit, Tier- und Pflanzengesundheit sowohl Entwicklungs- als auch Industrieländern Vorteile bringen. Verstärkte SPS-Kapazitäten helfen Entwicklungsländern, Zugang zu Märkten zu erhalten, Investitionen anzuziehen und die Entwicklung zu fördern, während sie gleichzeitig den sicheren und zuverlässigen Fluss von Lebensmitteleinfuhren gewährleisten, von denen europäische Verbraucher, Einzelhändler und Industrien abhängig sind.
Zu den wichtigsten Themen gehören: Belege zum wirtschaftlichen und handelspolitischen Nutzen von SPS-Investitionen für den Globalen Süden; Verbindungen zwischen Entwicklungszusammenarbeit, Exportwachstum, Arbeitsplätzen und Ernährungssicherheit im Globalen Norden; sowie Verknüpfungen zu weitreichenderen Zielen der wirtschaftlichen Sicherheit und Resilienz. Anhand von Beispielen wird veranschaulicht, wie gemeinsame Investitionen die Handelskosten senken, die Effizienz verbessern und die Lieferketten stärken können, um spürbare Vorteile für Unternehmen, Regierungen und Verbraucher weltweit zu erzielen.
Programmstand: 02.11.2026 · Änderungen vorbehalten.