Jenseits politischer Kursänderungen: Nutzung der VGGT für die Sicherung von Eigentums-, Besitz- oder Nutzungsrechten für Landwirtinnen und Landwirte

  

                  

 

FAO
ILC
GIZ
Welthungerhilfe
Land for Life

Zeit: Donnerstag, 27. Januar 2022, 11:00 – 12:00 Uhr, anschließender Deep Dive 12:00 – 12:30 Uhr

Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch

Zusammenfassung:
Ungleichheit nimmt weltweit zu, das gilt auch für den Zugang zu Land. Die Konzentration von Agrarfläche bedroht die Lebensgrundlagen von Milliarden Menschen weltweit.
10 Jahre nach Verabschiedung der UN-Landleitlinien sind sich die Experten einig: In vielen Ländern haben sich die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Verwaltung von Landressourcen verbessert. Allerdings zeige sich der Einfluss der Leitlinien noch kaum in der Praxis. Bäuerliche Landrechte werden weiter massiv beschnitten und langjährige Landnutzer*innen oftmals ohne Konsultation enteignet; gerade Frauen haben zumeist keinerlei Möglichkeit sich zu wehren.
Hier setzt die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen im Globalen Süden an. Zwar stellen die UN-Landleitlinien nur „soft law“ dar, das heißt sie sind nicht verbindlich. Dennoch können sie genutzt werden, um konkrete Veränderungen zu erreichen. Durch breit angelegte Aufklärungskampagnen werden lokale Gemeinschaften darin bestärkt, ihre legitimen Rechte gegenüber Regierungen und Investoren einzufordern; in Dialogräumen werden die Leitlinien genutzt, um Landkonflikte zu lösen, Kernelement der Leitlinien werden in Verträge mit Agrarinvestoren integriert und in Multi-Akteursplattformen werden mit den Leitlinien Transparenz und Rechenschaftslegung im Landsektor befördert.
Diese Erfahrungen müssen in die Breite getragen werden. Dazu ist dreierlei notwendig: kollektive Anstrengungen, mehr finanzielle Förderung und politischer Wille.

Aufzeichnung

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Moderator

Michael Taylor kam 2006 zum Team der Internationale Landkoalition (ILC), nachdem er zuvor für die Regierung von Botswana und das UNDP gearbeitet hatte. 

2015 wurde er Direktor des Sekretariats. Seine Leidenschaft für Landrechte entstand als er in einem kleinen Dorf in Botswana aufgewachsen ist, wo er die feste Überzeugung gewann, dass Landrechte für den Aufbau einer gerechteren und inklusiveren Welt von grundlegender Bedeutung sind. Das Beste an seiner Arbeit, sagt er, ist die Möglichkeit, mit so vielen inspirierenden Organisationen, Gemeinschaften und Einzelpersonen auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, die eine Bottom-up-Revolution für Veränderung anführen! Er hat einen Doktortitel in Sozialanthropologie und einen BSc in Umweltwissenschaften. 

Podiumsgäste

Dr. Cora van Oosten ist bekannt für ihre Expertise im Bereich “Landscape Governance. Sie hat als Beraterin, Projektmanagerin und Teamleiterin gearbeitet, meist in Langzeiteinsätzen in Afrika, Lateinamerika und Asien. Derzeit arbeitet Dr. Cora van Oosten als Senior Projektleiterin am Wageningen Centre of Development Innovation, wo sie für ein Projektportfolio in Bezug auf Landschaftsansätze, Landschaftsrestaurierung, Landscape Governance und Kapazitätsentwicklung verantwortlich ist. In Partnerschaft mit CIFOR-ICRAF koordiniert Dr. Cora van Oosten das Lernprogramm des Global Landscapes Forum, dem weltweit größten Netzwerk für Landschaftsansätze.  

Benjamin hat weitreichende Erfahrungen in den Bereichen soziale Absicherung, Sozialpolitik und Agrarökonomie. Er war zuvor als Leiter des Strategieprogramms für Armutsbekämpfung auf dem Land und als stellvertretender Direktor der Abteilung für Agrarentwicklungsökonomie der FAO tätig. Zudem war er Teamleiter des Projekts „From Production to Protection (PtoP)“. Er war darüber hinaus als sozialpolitischer Berater im UNICEF-Regionalbüro im östlichen und südlichen Afrika tätig und hat als Stipendiat eines Forschungs- und Postdoktoralen-Stipendiums am IFPRI gearbeitet. Er hat einen Ph.D. in Agrarökonomie und einen Masterabschluss in öffentlicher Politik von der University of California, Berkeley.

Dr. Cheikh Oumar Ba hat einen Doktortitel in Sozialanthropologie.

Derzeit ist er Exekutivdirektor des Instituts für politische Analyse und Forschung (IPAR) und Präsident des Think-Tank-Netzwerks der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA), dem etwa 30 Forschungszentren und Labore in Afrika angehören. Er hat weitreichende Erfahrungen in der politischen Kommunikation und Auswertung von Schlüsselbotschaften und gewonnenen Erkenntnissen aus wissenschaftlichen Studien vorzuweisen. Er ist insbesondere Experte für Studien, die auf konsequenten Methoden für die Erhebung und Analyse primärer oder sekundärer sowie quantitativer und quantitativer Daten beruhen.

Bei IPAR ist es ihm gelungen, Partnerschaften mit verschiedenen öffentlichen Institutionen und Strukturen sowie Entwicklungspartnern in den Bereichen Beschäftigung junger Menschen, Migration, landwirtschaftliche Entwicklung, Klimawandel, Landrechte, Agrarpolitik sowie Migration und Gender aufzubauen. Er hat mehrere wissenschaftliche Artikel veröffentlicht.

Naome Kabanda ist beauftragt mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Leiterin der Abteilung für Flächenbewirtschaftung beim Ministerium für Flächen, Wohnen und städtische Entwicklung (MLHUD) in Uganda.

Sie leitet zudem das nationale Sekretariat für die Umsetzung von Bodenpolitik des Ministeriums. Das Sekretariat ist für die Koordinierung aller politischen Reformen innerhalb der nationalen Bodenpolitik zuständig. Naome Kabanda hat über 17 Jahre Erfahrung in den Bereichen Bodenrechte, Landverwaltung und -registrierung, Politikentwicklung und Landnutzungsrechte von Frauen. Sie hat seit 2001 einen Masterabschluss in Rechtswissenschaft von der Universität Georgetown, USA, inne. Sie ist Alumna des Programms für Frauenrechte und öffentliche Politik der Universität Georgetown, USA, an dem sie von 2000 bis 2001 teilnahm. Sie hat einen Bachelorabschluss in Rechtswissenschaft von der Universität Makerere.

Sonkita Conteh ist der Direktor des Programms von Namati in Freetown, Sierra Leone. Namati ist eine Organisation, die sich für die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit einsetzt und darauf abzielt, die Macht des Gesetzes in die Hände des Volkes zu legen. Sonkita Conteh ist Jurist am Obersten Gerichtshof von Sierra Leone und hat einen Master-Abschluss in “Menschenrecht und Demokratisierungder Universität von Pretoria. Er verfügt über mehr als 12 Jahre Erfahrung in der Prozessführung und ist seit März 2016 Mitglied desAllgemeinen Rechtsberatung” von Sierra Leone, des Gremiums, das die Rechtsberufe im Land reguliert. Vor kurzem wurde er in den Ausschuss für Gesetzestexte der Anwaltskammer von Sierra Leone berufen und mit der Ausarbeitung der neuen Gesetzesentwürfe zu Landrechten betraut, die kürzlich im Parlament eingebracht wurden.  

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