Jenseits politischer Kursänderungen: Nutzung der VGGT für die Sicherung von Eigentums-, Besitz- oder Nutzungsrechten für Landwirtinnen und Landwirte

  

                  

 

FAO
ILC
GIZ
Welthungerhilfe
Land for Life

Zeit: Donnerstag, 27. Januar 2022, 11:00 – 12:00 Uhr, anschließender Deep Dive 12:00 – 12:30 Uhr

Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch

Zusammenfassung:
Ziele: aufzeigen, wie bedeutsam die Freiwilligen Leitlinien für die verantwortungsvolle Regelung der Nutzungs- und Besitzrechte an Land, Fischgründen und Wäldern im Kontext der nationalen Ernährungssicherheit (VGGT) gewesen sind, um einen Kurswechsel in der Politik zu erreichen; darstellen, wie die VGGT genutzt werden können, um die Schaffung sicherer Grundbesitzverhältnisse für Landwirtinnen und Landwirte auf lokaler Ebene zu fördern; Unterstützung für die weitere Förderung der entsprechenden Ansätze und Programme sichern; weitere Impulse für eine Abstimmung mit der Global Land Agenda – Framework for Action geben.

Beweggrund: Seit ihrer Einführung in 2012 bilden die VGGT den zentralen Rahmen für bedeutende Fortschritte bei der Reform der nationalen Bodenpolitik, des rechtlichen Rahmens und der Vorschriften. In der Praxis haben diese Veränderungen jedoch bisher nur begrenzte Auswirkungen gehabt und es gibt nach wie vor weit verbreitete Unsicherheit hinsichtlich Grundbesitzverhältnissen (siehe LandMatrix 2021 und den Bericht zu Land und Ungleichheit 2020). In jüngerer Zeit geht die Förderung der Umsetzung der VGGT über den politischen Wandel auf nationaler Ebene hinaus: Es geht um die Zusammenarbeit mit mehreren Interessenvertreterinnen und -vertretern auf regionaler und lokaler Ebene und die gemeinsame Ermittlung von Wegen zur Umsetzung der wichtigsten VGGT-Bestimmungen, um Unvereinbarkeiten bezüglich Landeigentum, -besitz und -nutzung anzugehen, auf Boden basierende Investitionen zu regulieren, und die Ansprüche der rechtmäßigen Landbesitzerinnen und Landbesitzer sowie -nutzerinnen und -nutzer zu stärken. Dieser Arbeit muss mehr Aufmerksamkeit gewidmet und mehr Unterstützung zuteilwerden.

Themen: Bestandsaufnahme der VGGT als Werkzeug für eine (nationale) politische Kursänderung sowie Thematisierung der noch verbleibenden Herausforderungen bei der Umsetzung; Darstellung innovativer Praktiken auf dem Wege hin zur Umsetzung, einschließlich der Erfahrungen mit Multistakeholder-Plattformen zu Land(nutzungs)steuerung in bestimmten Ländern.

Bitte beachten Sie, dass die folgenden Lebensläufe zum Teil nur in Englisch vorliegen.

Moderator

Michael Taylor joined the International Land Coalition team in 2006, having previously worked with the Botswana government and UNDP.
He became Director of the Secretariat in 2015. His passion for land rights grew out of his upbringing in a small village in Botswana, building a firm conviction that land rights are fundamental to building a more just and inclusive world. The best thing about this job, he says, is the opportunity to work with so many inspiring organisations, communities and individuals across the globe who are leading a bottom-up revolution for change! He holds a PhD in Social Anthropology and a BSc in Environmental Science.

Podiumsgäste

Dr. Cora van Oosten is well known for her expertise on landscape governance. She has worked as adviser, project manager and team leader, usually on long term assignment in Africa, Latin America and Asia. At present, Cora is employed as senior project leader at Wageningen Centre of Development Innovation, where she is in charge of a project portfolio related to landscape approaches, landscape restoration, landscape governance and capacity development. In partnership with CIFOR-ICRAF Cora coordinates the learning programme of the Global Landscapes Forum which is the world’s largest network on landscape approaches.

Benjamin hat weitreichende Erfahrungen in den Bereichen soziale Absicherung, Sozialpolitik und Agrarökonomie. Er war zuvor als Leiter des Strategieprogramms für Armutsbekämpfung auf dem Land und als stellvertretender Direktor der Abteilung für Agrarentwicklungsökonomie der FAO tätig. Zudem war er Teamleiter des Projekts „From Production to Protection (PtoP)“. Er war darüber hinaus als sozialpolitischer Berater im UNICEF-Regionalbüro im östlichen und südlichen Afrika tätig und hat als Stipendiat eines Forschungs- und Postdoktoralen-Stipendiums am IFPRI gearbeitet. Er hat einen Ph.D. in Agrarökonomie und einen Masterabschluss in öffentlicher Politik von der University of California, Berkeley.

Dr. Cheikh Oumar Ba hat einen Doktortitel in Sozialanthropologie.

Derzeit ist er Exekutivdirektor des Instituts für politische Analyse und Forschung (IPAR) und Präsident des Think-Tank-Netzwerks der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA), dem etwa 30 Forschungszentren und Labore in Afrika angehören. Er hat weitreichende Erfahrungen in der politischen Kommunikation und Auswertung von Schlüsselbotschaften und gewonnenen Erkenntnissen aus wissenschaftlichen Studien vorzuweisen. Er ist insbesondere Experte für Studien, die auf konsequenten Methoden für die Erhebung und Analyse primärer oder sekundärer sowie quantitativer und quantitativer Daten beruhen.

Bei IPAR ist es ihm gelungen, Partnerschaften mit verschiedenen öffentlichen Institutionen und Strukturen sowie Entwicklungspartnern in den Bereichen Beschäftigung junger Menschen, Migration, landwirtschaftliche Entwicklung, Klimawandel, Landrechte, Agrarpolitik sowie Migration und Gender aufzubauen. Er hat mehrere wissenschaftliche Artikel veröffentlicht.

Naome Kabanda ist beauftragt mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Leiterin der Abteilung für Flächenbewirtschaftung beim Ministerium für Flächen, Wohnen und städtische Entwicklung (MLHUD) in Uganda.

Sie leitet zudem das nationale Sekretariat für die Umsetzung von Bodenpolitik des Ministeriums. Das Sekretariat ist für die Koordinierung aller politischen Reformen innerhalb der nationalen Bodenpolitik zuständig. Naome Kabanda hat über 17 Jahre Erfahrung in den Bereichen Bodenrechte, Landverwaltung und -registrierung, Politikentwicklung und Landnutzungsrechte von Frauen. Sie hat seit 2001 einen Masterabschluss in Rechtswissenschaft von der Universität Georgetown, USA, inne. Sie ist Alumna des Programms für Frauenrechte und öffentliche Politik der Universität Georgetown, USA, an dem sie von 2000 bis 2001 teilnahm. Sie hat einen Bachelorabschluss in Rechtswissenschaft von der Universität Makerere.

Sonkita Conteh is the Director of the Program of Namati in Freetown, Sierra Leone. Namati is a legal-empowerment organization that aims to put the power of the law in the hands of the people. Sonkita is a legal practitioner of the High Court of Sierra Leone and holds a master’s degree in human rights and democratization from the University of Pretoria. He has over 12 years’ litigation experience and has been a member of Sierra Leone’s General Legal Counsel, the body that regulates the legal profession in the country since March 2016. He was recently appointed to the Sierra Leone Bar Association’s Law Reports Committee and has been tasked with drafting Sierra Leone’s new land Bills recently tabled in Parliament.

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