Berliner Agrarministerkonferenz

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Erste virtuelle Berliner Agrarministerkonferenz: 76 Ressortchefs beschließen Abschlusskommuniqué

76 Agrarminister haben sich bei der 13. Berliner Agrarministerkonferenz beim Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf ein ambitioniertes Abschlusskommuniqué geeinigt.
Corona erschwert den Kampf gegen den Hunger – Schätzungen gehen pandemiebedingt von 130 Millionen zusätzlichen Menschen aus, die hungern. „Gleichzeitig lehrt uns Corona, an welchen Hebeln wir ansetzen müssen, um Hunger zu bekämpfen. Einerseits müssen Lieferketten funktionieren, damit Nahrung verfügbar ist, Preise stabil und bezahlbar bleiben: Hohe Preise dürfen nicht mit dem Hunger von Menschen bezahlt werden,“ so Bundesministerin Julia Klöckner.
Bundesministerin Klöckner begrüßte am 22. Januar 2021 75 Amtskollegen aus aller Welt sowie hochrangige Vertreter von dreizehn internationalen Organisationen zur Agrarministerkonferenz im Rahmen des GFFA des Ministeriums.

Generalsekretär der UN, António Guterres sendete eine Videobotschaft, in der er betonte, dass die Anstrengungen intensiviert werden müssen, um die Agenda „zero hunger“ bis 2030 zu erreichen. „Unsere Landwirtschaft sollte jedem Menschen, den Zugang zu einer gesunden Ernährung, angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten und gleichzeitig das Minimieren von Abfall ermöglichen.“

Video Message GFFA 2021: Secretary-General of the United Nations Antonio Guterres

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Verabschiedet wurde ein gemeinsames Kommuniqué, das Bundesministerin Klöckner an Frau Espinosa, Exekutivsekretärin des Sekretariates der Klimarahmenkonvention der UN, Frau Dr. Kalibata, Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für den Food Systems Summit 2021 und Frau Dr. Eloit, Generaldirektorin der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) virtuell überreichte.

Abschlusskommuniqué nennt ambitionierte Ziele

In ihrem Abschlusskommuniqué verständigten sich die Agrarministerkonferenz unter anderem auf folgende Ziele:

  • Anstrengungen zu intensivieren, um trotz COVID-19 das UN Ziel der Agenda 2030 „Kein Hunger“ zu erreichen.
  • In der COVID-19 Pandemie die Lebensmittelproduktion aufrecht zu erhalten, Märkte offen und Lebensmittelketten funktionsfähig halten.
  • Um zukünftige Pandemien zu verhindern, den „One Health“ Ansatz zu unterstützen, die Tiergesundheit zu stärken, widerstandsfähige Tiergesundheitssysteme zu schaffen und das Gesundheitsmanagement für wildlebende Arten zu verbessern.
  • Um zum Klimaschutz beizutragen, die Kohlenstoffbindung in Böden zu verbessern, weitere Abholzung unserer Wälder zu bekämpfen, Lebensmittelverluste und -verschwendung zu reduzieren
  • Die Landwirtschaft bei der Anpassung an den Klimawandel durch Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Biodiversität, Züchtung und Tierhaltung zu unterstützen.
  • Den Ansatz für integrierte, nachhaltige und resiliente Ernährungssysteme zu unterstützen und so einen Beitrag für den UN Food Systems Summit 2021 zu leisten.

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