Rückblick auf das GFFA 2019

GFFA 2019 – Die wichtigsten Ereignisse im Überblick

„Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“
Die Digitalisierung kann weltweit helfen, die landwirtschaftliche Produktion effizienter und zugleich umwelt- und klimagerechter zu gestalten. Digitale Lösungen ermöglichen es, Produktionsmittel wie Kraftstoff, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel sparsamer und zielgenauer einzusetzen, Krankheiten bei Tieren frühzeitiger zu erkennen und mehr Transparenz für Verbraucher zu schaffen. Sie eröffnen den leichten und kostengünstigen Zugang zu Beratungsleistungen und Marktinformationen

74 Agrarminister aus aller Welt sowie 12 hochrangige Vertreter internationaler Organisationen beschlossen im Weltsaal des Auswärtigen Amtes ein gemeinsames politisches Kommuniqué zur Digitalisierung in der Landwirtschaft.
„Der Kampf gegen den Hunger nimmt in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle ein“. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besuchte erstmalig das GFFA und sprach vor rund 70 Ministern und geladenen Gästen sowie vor zahlreichen Medienvertretern.
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Auftaktveranstaltung „Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Im gleichen Zeitraum konnte die Landwirtschaft die Produktion durch Innovationen im mechanischen, biologisch-chemischen sowie betriebswirtschaftlichen Bereich bereits verdreifachen. Doch immer noch leiden auf der Welt über 821 Millionen Menschen an Hunger. Prognosen zufolge wird die Weltbevölkerung bis 2050 auf rund 10 Milliarden Menschen ansteigen. Um den aktuellen und künftigen Bedarf an Lebens- und Futtermitteln zu decken muss die agrarische Produktion daher weiter gesteigert werden. Gleichzeitig sind die natürlichen Ressourcen begrenzt und durch den Klimawandel wird die Landwirtschaft vor weitere Herausforderungen gestellt werden. Daher besteht die wachsende Notwendigkeit für nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften. Um diesen Zielkonflikt auflösen zu können, sind neue Lösungen erforderlich.

Auf der Auftaktveranstaltung des GFFA 2019 wurde diskutiert, inwieweit die Digitalisierung dazu einen Beitrag dazu leisten kann. Neben den Chancen wurden aber auch die Herausforderungen und Risiken einer fortschreitenden Digitalisierung in der Landwirtschaft in den Blick genommen. Auf dem international besetzten Panel diskutierten Vertreterinnen und Vertreter, aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, über das diesjährige GFFA Thema, um verschiedene regionale Blickwinkel einzuführen und neue Impulse, für die zahlreichen weiteren Veranstaltungen des GFFA (17. bis 19. Januar 2019), zu setzen. Die Veranstaltung wurde simultan auf Deutsch und Englisch übersetzt.

Insgesamt fanden auf dem GFFA 15 Fachpodien vor jeweils rund 150 Besuchern statt.
Dabei wurden unterschiedliche Perspektiven und Schwerpunkte des GFFA-Themas „Landwirtschaft digital – intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“ herausgearbeitet sowie intensiv und kontrovers diskutiert. Die Fachpodien wurden von nationalen und internationalen Organisationen, Verbänden, diplomatischen Vertretungen und Landwirtschaftsministerien, Universitäten sowie Forschungseinrichtungen durchgeführt.

Die beiden hochrangigen High Level Panels mit internationalen Experten geben internationalen Organisationen die Möglichkeit, ihre Arbeiten zum GFFA-Thema „Landwirtschaft Digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“ vor bis zu 500 Gästen zu präsentieren und mögliche Lösungen und Herausforderungen zu diskutieren. Für das GFFA 2019 wurden die Europäische Kommission und Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als Gastgeber ausgewählt. Die internationalen Organisationen werden die Ergebnisse der Diskussionen auf der Konferenz der Agrarminister am 19. Januar 2019 vorstellen.
Side Event WTO „Out of the deadlock – neue Visionen für den Agrarhandel“

Angesichts der globalen Herausforderungen zur Sicherung der Welternährung und Hungerbekämpfung (wie sie auf durch UN-Nachhaltigkeitsziel 2 definiert sind) werden Agrarhandel und Wettbewerbsfähigkeit als fundamentale Stützpfeiler einer nachhaltigen und leistungsfähigen Landwirtschaft definiert.

 

Task Force Rural Africa „EU Afrika Alliance in der Landwirtschaft – der Weg nach vorne“

Die Beziehungen mit Afrika nehmen einen hohen Stellenwert in den EU Außenbeziehungen ein. Die Ergebnisse des 5. Afrika-EU Gipfels im November 2017 und die gemeinsame Erklärung als Leitprinzip  für die Kooperation bis 2020 zeigen deutlich, dass die Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft entscheidend für eine nachhaltige Zukunft ist.

 

Die ehemalige Kooperationsbörse wurde zur Innovationsbörse weiterentwickelt. Unser Ziel ist war, den Austausch und Attraktivität der Börse zu erhöhen, indem neuen Teilnehmern, insbesondere Start-Ups, die Gelegenheit gegeben wurde, ihre Projekte, Entwicklungen und Ideen passend zum diesjährigen Thema „Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“ zu präsentieren. Es handelte sich hierbei um eine Plattform für neue Konzepte, praktische Beispiele und zukunftsweisende Lösungen.
Darüber hinaus präsentierten sich in bewährter Weise rund 30 Verbände, Unternehmen, Durchführungsorganisationen, Hochschulen und Referate des BMEL, um sich und ihre Arbeit im Agrar- und Ernährungssektor vorzustellen, bestehende Beziehungen zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.
Das Zukunftsforum war ein neues GFFA-Format und sollte mit einer Kombination aus zeitgemäßer Ausstellungsfläche und offener Bühne einen lebendigen Raum für den interaktiven Austausch zwischen etablierten und neuen Akteuren im Rahmen des GFFA 2019 bieten. Die multimediale Präsentation von Start-up-Unternehmen mit innovativen und anwendungsorientierten Ideen aus der Agrar- und Ernährungsbranche spielte dabei eine zentrale Rolle.

Aufstrebende Start-ups hatten die Chance, über ihre digitalen Produkte und Dienstleistungen zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu potenziellen Partnern und Investoren zu knüpfen.
Zugleich erhielten die internationalen Besucher des GFFA durch den Austausch mit vielfältigen Akteuren und deren Kurzpräsentationen auf einer offenen Bühne neue Anregungen und Informationen zu konkreten Projekten oder digitalen Lösungsansätzen für unterschiedliche Problemstellungen aus der landwirtschaftlichen Praxis im In- und Ausland.

„Think Aloud!“ – Wissenschaft zum Anfassen beim GFFA Science Slam

Mit großem Applaus belohnte das Publikum die beiden punktgleichen Gewinner des ersten GFFA Science Slam in Halle 23a auf der Internationalen Grünen Woche. Dr. Jorge Numata vom Bundesinstitut für Risikobewertung erhielt für seinen kurzweiligen Vortrag zum Thema „Virtuelle Kühe und Schweine für sichere Lebensmittel“ die höchste Punktzahl vom Publikum, allerdings zusammen mit seiner Konkurrentin Dr. Anna Kicherer vom Julius Kühn-Institut für Rebenzüchtung, die die Messebesucher mit einem spannenden Vortrag zum Thema „Die gläserne Rebe“ ebenfalls überzeugte.

Wissenschaftliche Vorträge sind in der Regel dröge, langatmig und für Otto-Normalverbraucher schwer bis gar nicht verständlich, oder? Völlig falsch. Davon konnten sich die Messebesucher am 18. Januar 2019 überzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Agrar- und Ernährungsbereich gaben sich dort bei rbb-Moderator Marco Seiffert die Klinke in die Hand und berichteten beim „Science Slam“ von ihrer Forschungsarbeit zum Thema „Landwirtschaft digital“.

Von einem normalen Vortrag waren die Beiträge der Forscherinnen und Forscher allerdings weit entfernt: In Anlehnung an den auch in Deutschland mittlerweile fest etablierten „Poetry Slam“, den „Poesie-Wettstreit“, bei dem Schriftsteller im Wettbewerb – oft unter vollem Körpereinsatz – selbst geschriebene Texte vortragen, konnten sich auch die Besucher des Science Slams auf allerhand unterhaltsame Einlagen freuen – und am Ende selbst entscheiden, wer als Sieger aus dem Wettstreit hervorging und mit einem Pokal geehrt wurde.

Impressionen GFFA 2019

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