GFFA GlobusGFFA Logo
GFFA 2020 | High Level Panels

GFFA 2020 | High Level Panels

Folgende High Level Panels haben auf dem GFFA 2020 stattgefunden:

Freitag, 17.01.20, 13:30 – 15:00 Uhr

  • Welthandelsorganisation (WTO)
  • Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

Der internationale Handel wird bereits seit langem als wichtiger Faktor anerkannt, der zur Verwirklichung von SDG 2 beitragen kann.  Die Stärkung des bestehenden Rechtsrahmens für den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist die entscheidende Voraussetzung dafür, die Verfügbarkeit von und den Zugang zu nährstoffreichen Nahrungsmitteln jetzt und in der Zukunft sicherzustellen. Ausgangspunkt sind die multilateralen Handelsregeln, die einen Rahmen setzen für die Prognostizierbarkeit, Transparenz und Kooperation, um Verzerrungen zu beschränken, unnötige Handelshemmnisse zu minimieren und den Handel zu erleichtern.  Die Einhaltung der internationalen TBT- und SPS-Standards spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln und Schärfung des Verbraucherbewusstseins.  Teil dieses Rechtsrahmens ist die Schaffung von zuverlässigen Rückverfolgbarkeitssystemen, um die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen zu schützen und den Handel zu erleichtern.  Obgleich der Abbau von Zöllen und Außenschutz die Verfügbarkeit einer abwechslungsreichen Ernährung für die Verbraucher erhöhen kann, kann die Maßregelung von internen Subventionen die Produktion auf eine nachhaltigere Art und Weise erleichtern. Auch wenn die derzeitigen multilateralen Handelsregeln erheblichen politischen Handlungsspielraum zur Förderung einer nachhaltigen Produktion von und Handel mit Agrarerzeugnissen bieten, ist der internationale Handel zurzeit mit Störungen konfrontiert durch Handelshemmnisse, die Strafcharakter haben, und einem leichtfertigen Umgang mit dem Wert eines regelgestützten multilateralen Handelssystems. Eine Minimierung unnötiger Handelshemmnisse und der Abbau von produktions- und handelsverzerrenden Maßnahmen sowie die weitere Erleichterung des Handels sind für die Verbesserung der Nahrungs- und Ernährungssicherheit unabdingbar. Die Erreichung dieses Ziels ist nur mit gemeinsamen Anstrengungen auf multilateraler Ebene sowie mit dem Ausbau nationaler Kapazitäten möglich, um die Handelsintegration effektiv anzugehen, insbesondere in Bereichen wie SPS und TBT. Es hat sich als schwierig erwiesen, Fortschritte auf multilateraler Ebene beim Abbau von Subventionen, welche Produktion und Handel verzerren, sowie bei der Reduzierung von tarifären und nichttarifären Schranken zu erzielen und die Aussichten auf eine zügigere Liberalisierung in der Zukunft bleiben weiterhin unsicher.  Innerhalb des jetzigen Rahmens globaler Handelsregeln eröffnen sich jedoch neue Chancen zur nachhaltigen Erzeugung von ausreichender und nährstoffreicher Nahrung und Erleichterung des Handels.

Die Technologien spielen eine Schlüsselrolle bei der Erschließung dieses Potenzials. Digitale Technologien haben ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt bei der Erleichterung einer nachhaltigen Produktion und Verbesserung der Effizienz und Transparenz, Förderung einer Ausweitung des Handels, einschließlich der Verbesserung der Lebensmittelsicherheit, Finanzierung des Handels, Zollkontrollen, Einhaltung der Handelsregeln und Schärfung des Verbraucherbewusstseins.

Freitag, 17.01.20, 15:30 – 17:00 Uhr

  • Europäische Kommission

Das Ziel besteht darin, die Bedeutung des internationalen Agrarhandels und eines integrierten Handelssystems für die globale Ernährungssicherheit zu erörtern, um im Lichte der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen, insbesondere SGD 2  – „Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“ – sowie SDG 12  –„Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen“ die große Relevanz des Themas dauerhaft zu dokumentieren. Schwerpunktthemen dieses Panels sind der Handel mit Erzeugnissen der Land- und Ernährungswirtschaft mit den afrikanischen Ländern, die Bedeutung von Handel für die landwirtschaftliche Entwicklung sowie die Rolle der Ernährungssicherheit innerhalb der Länder Afrikas.

Der Handel mit Agrarnahrungsmitteln nimmt in den meisten afrikanischen Ländern zu, dies ist wesentlich auf das Bevölkerungswachstum, veränderte Konsumgewohnheiten und begrenztes Produktionswachstum auf nationaler und regionaler Ebene zurückzuführen.  Aufgrund der unzureichenden Infrastruktur ist es in den meisten Ländern südlich der Sahara häufig preiswerter, aus den Weltmärkten zu importieren als aus dem abgelegenen Hinterland oder aus Nachbarländern. 31 afrikanische Länder sind nach wie vor auf Nahrungsmittelhilfe von außen angewiesen (FAO 2019). Nach Einschätzung der meisten Prognosen in jüngster Zeit werden die Ernteerträge in großen Teilen Afrikas und in den Entwicklungsländern aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels zurückgehen. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind zugleich die Regionen, in denen die höchsten Bevölkerungswachstumsraten in den kommenden Jahrzehnten erwartet werden. Vor diesem Hintergrund ist es ganz besonders wichtig, die Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der afrikanischen Land- und Ernährungswirtschaft in der Zukunft zu untersuchen.

Die Lebensmittelhandelsbilanz hat sich in den meisten afrikanischen Ländern im Laufe der letzten Jahrzehnte verschlechtert (FAO), wobei insbesondere Grundnahrungsmittel wie Getreide, Milcherzeugnisse, Speiseöle und -fette sowie Fleischerzeugnisse zunehmend importiert werden. In der Malabo-Erklärung der Afrikanischen Union v. Juni 2014 verpflichteten sich die afrikanischen Länder, den innerafrikanischen Handel bis 2025 zu verdreifachen. Die afrikanische Freihandelszone ist ein ehrgeiziges Projekt der Afrikanischen Union. Falls dies gelingt, könnte die Freihandelszone dazu beitragen, die Ernährungssicherheit zu verbessern und die Realisierung von SDG 2 in Afrika zu fördern. Folgende Diskussionspunkte werden im Panel erörtert:

  • Der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen
  • SPS/AU-Behörde für Lebensmittelsicherheit: Auf der dritten Agrarministerkonferenz der AU und EU, die am 21. Juni 2019 in Rom stattfand, begrüßten die AU-Minister die Anstrengungen zur Einrichtung von geeigneten Lenkungsstrukturen für die Lebensmittelsicherheit in ganz Afrika und vereinbarten eine Zusammenarbeit im Hinblick auf SPS-Fragen.
  • Verbesserung einer verantwortungsbewussten Lebensmittelversorgungskette
  • Förderung der landwirtschaftlichen Entwicklung und Investitionen in Afrika
  • Geographische Herkunftsbezeichnungen! Was können wir dafür tun, um den Prozess zu beschleunigen?

Seite empfehlen