Innovation Pitch

Innovation Pitch

Innovation Pitch

Der Innovation Pitch hat das Ziel, innovativen Projekten, Unternehmen und Start-ups zum GFFA-Thema 2022 „Nachhaltige Landnutzung: Ernährungssicherung beginnt beim Boden“ eine Plattform zu geben. So sollen der interessierten Öffentlichkeit neue und zukunftsweisende Ideen, Entwicklungen und Lösungen aus Praxis und Forschung zum GFFA-Thema 2022 zugänglich gemacht werden.

Am 27. Januar werden zwischen 13:00 und 14:15 Uhr im Rahmen des moderierten und live übertragenen Innovation Pitch besonders innovative Konzepte präsentiert und zur Diskussion gestellt. Im direkt anschließenden 30 minütigen DeepDive können die Präsentierenden zu ihren Projekten angesprochen und befragt werden. Der Innovation Pitch wird in englischer Sprache gehalten werden. Für eine Simultanübersetzung ins Deutsche wird gesorgt.

Landwirtinnen und Landwirte an erster Stelle – Anbau von kohlenstoffanreichernden Pflanzen

Unsere Böden sind eines der wichtigsten Ökosysteme unserer Erde – sie sind die Grundlage allen Lebens auf der Erde. 95 % unserer Nahrungsmittel werden direkt oder indirekt durch unsere Böden erzeugt. Jedoch ist durch jahrhundertelange intensive Bewirtschaftung bereits ein Drittel der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche der Erde verbraucht.

Durch konventionelle Landwirtschaft werden Böden ausgelaugt und Kohlenstoff freigesetzt. Eine bodenschonende Landwirtschaft hingegen umfasst eine Reihe nachhaltiger Methoden zur Regeneration der Böden im Einklang mit der Natur. So können Landwirtinnen und Landwirte Kohlenstoff aus der Atmosphäre binden, die Artenvielfalt auf dem Boden aufbauen und mehren, und ein widerstandsfähiges Bewirtschaftungssystem etablieren, das nahrhafte Lebensmittel für eine wachsende Bevölkerung erzeugt. Jedoch wurden Landwirtinnen und Landwirte in ihren Bestrebungen, regenerative Methoden zum Schutz und zur Wiederherstellung von Böden umzusetzen, von zwei maßgeblichen Faktoren behindert: niedrige Umsatzrenditen und mangelnde Erfahrungswerte.

Hier kommt die Lösung von Agreena ins Spiel. Das dänische Agrartechnologieunternehmen wurde gemeinsam von visionären Landwirtinnen und Landwirten sowie Fintech-Expertinnen und -Experten aus der Wirtschaft heraus gegründet und hat die europaweit erste betriebsbasierte Plattform für Kohlenstoffzertifizierung aufgebaut. So wird Landwirtinnen und Landwirten, die nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden anwenden, eine finanzielle Prämie geboten, indem der Kontakt zum freiwilligen Kohlenstoffmarkt hergestellt wird. Bei der einzigartigen, vertikal integrierten Lösung des Unternehmens, die eine Reihe von Grundprinzipien zur Regeneration von Böden umfasst, stehen die Landwirtinnen und Landwirte an erster Stelle – gestützt durch das Wissen, die Maßnahmen und Anreize für die Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Methoden in großem Maßstab. AgreenaCarbon basiert auf einem jährlichen Erntezyklus, wobei der Datenerhebungsprozess den Landwirtinnen und Landwirten die Möglichkeit gibt, bereits im ersten Jahr Auszahlungen zu erhalten. Im Vortrag von Agreena dreht sich die Diskussion um die Frage, wie ein Kohlenstoffmarkt, der eine lückenlose Integration für von Landwirtinnen und Landwirten gehaltenen und kontrollierten Kohlenstoffzertifikaten ermöglicht, die Integrität des Sektors stärkt und tatsächliche Wirkungen entfaltet.

Mit mehr als 150 Landwirtinnen und Landwirten in ganz Europa, die 50.000 Hektar Agrarland im Bodenkohlenstoffmarkt eingetragen haben, hat sich AgreenaCarbon bereits 2021 als erfolgreich erwiesen. Erste Ergebnisse? 125.000 Tonnen CO2-Äquivalent wurden bereits eingespart und eine Million Euro an jährlichen Einkünften gesichert – nun beginnt das Unternehmen mit der umfangreicheren Mobilisierung von „Impact Farming“.

(de) Activation needed

We want to inform you that after activation your data will be transmitted to Youtube.

Zambian – German Agricultural Knowledge and Training Centre

Das Deutsch-Sambische Agrartrainings- und Wissenszentrum (Zambian-German Agricultural Knowledge and Training Centre – AKTC) ist ein Projekt innerhalb des bilateralen Kooperationsprogramms des BMEL.

Seit 2014 sind hunderte von Landwirtinnen und Landwirten in nachhaltigen, mechanischen Pflanzenbaumethoden und der angemessenen Nutzung landwirtschaftlicher Betriebsmittel geschult worden. Ausgebildet wurden u. a. Angehörige marktorientierter Familienbetriebe und kommerziell betriebener landwirtschaftlicher Unternehmen. Die Schulungen werden von Freilandversuchen und Demonstrationen begleitet und liefern so Fakten zu unterschiedlichen Anbaumethoden und deren Auswirkungen, z. B. auf die Bodenqualität.

Das AKTC nutzt dabei verschiedene Methoden, wie beispielsweise Bodenbearbeitung durch Aufreißen und Abbrennen, mit Scheibeneggen sowie direkte Einsaat und die Nutzung von bodendeckenden Kulturen. So können wirtschaftliche und ökologische Vergleiche gezogen werden, die von gleichermaßen großer Bedeutung für die Landwirtinnen und Landwirte sind. Alle mit modernen, nachhaltigen Methoden im Rahmen des Projekts bewirtschafteten Flächen weisen dank der angepassten Bewirtschaftungsmethoden eine deutliche Erhöhung der Aktivität und Vielfalt von Mikroorganismen auf.

Durch direkte Vergleiche der langfristigen Versuchsergebnisse wird es möglich, die am besten an die agroökologischen und klimatischen Bedingungen angepassten Methoden zu bestimmen. In den nächsten Jahren wird das AKTC auf andere Länder im südlichen Afrika zugehen, um die Ergebnisse mit diesen zu teilen; so kann sich das AKTC zu einem regionalen Kompetenzzentrum für eine klimaresistente Landwirtschaft entwickeln.

Klimafolgen sind nicht nur in Sambia zu spüren; sie betreffen auch die Nachbarländer. Dürren haben dramatische Auswirkungen auf Mensch und Tier. Daher ist es erforderlich, dass besonders von Dürre betroffene Länder in Subsahara-Afrika, wie Sambia, langfristige Lösungen für diese Dürren finden. Deshalb sah sich das Agrartrainings- und Wissenszentrum verpflichtet, seinen Einsatz mit der Umsetzung des Projekts für klimaangepasste Bewirtschaftungsverfahren (CAFM) zu intensivieren. Das Projekt soll sich mit den Auswirkungen von Dürren in Sambia befassen und dafür praktische Demonstrationsveranstaltungen abhalten. Im Rahmen des CAFM-Projekts werden den Landwirtinnen und Landwirten sowohl die konventionelle als auch die bodenschonende mechanische Landwirtschaft auf praktische Weise nähergebracht. So steht ihnen eine ergebnisorientierte Vergleichsbasis zur Verfügung, um sich ein fundiertes Bild darüber machen zu können, warum die Umsetzung einer bodenschonenden mechanischen Landbewirtschaftung nach Ansicht des AKTC für Landwirtinnen und Landwirte so sinnvoll ist. In der Programmlaufzeit 2019/2020 wurde das CAFM-Projekt beim AKTC zum ersten Mal durchgeführt. Auf 27 Hektar Fläche wurden die folgenden Nutzpflanzen unter verschiedenen Bodenbearbeitungsmethoden angebaut: Mais als Grundnahrungsmittel, Sojabohnen als Ertragskultur sowie eine bodendeckende Kultur, die als Gründünger für die Verbesserung der Bodenqualität dringend erforderlich ist. Landwirtinnen und Landwirte aus allen Bereichen, die ihren Betrieb gerade erst aufbauen oder bereits kommerziell etabliert sind, wurden fortlaufend dazu eingeladen, den Demonstrationen auf den Feldern beizuwohnen. Die Vorführungen befassten sich mit Bodenaufbereitung, Anbau- und Unkrautbekämpfungsmanagement. Das CAFM-Projekt soll die Auswirkungen klimabedingter Einnahmeeinbußen abmildern und das Einkommen marktorientierter Landwirtinnen und Landwirte sichern, indem klimagerechte landwirtschaftliche Methoden in Sambia durch eine bodenschonende Bewirtschaftung übernommen werden.

(de) Activation needed

We want to inform you that after activation your data will be transmitted to Youtube.

Pilotnetzwerk Regenerative Landwirtschaft

Arla hat seit September 2021 ein Netzwerk aus Pilotbetrieben aufgebaut, um Erkenntnisse darüber zu sammeln, wie Arlas Landwirtinnen und Landwirte in der Umsetzung regenerativerer Praktiken unterstützt werden können. Arla arbeitet eng mit den Landwirtinnen und Landwirten zusammen, damit diese die Weiterentwicklung und Umsetzung einer regenerativen Herangehensweise an die Landwirtschaft im Bereich der Milchwirtschaft vorantreiben. Außerdem sollen sie entscheidend daran mitwirken, maßgebliche in großem Maßstab angewandte Erfolgsprinzipien und -praktiken festzulegen. In diesem Pilotnetzwerk wird Mitgliedern die Möglichkeit gegeben, sich auf Betrieben zu begegnen und dabei Inspiration zu sammeln, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Netzwerk der Pilotbetriebe baut Arla in Schweden, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien auf.

Mit dem Netzwerk:

  • bauen wir einen multinationalen Verbund für Wissensaustausch unter der Führung von Landwirtinnen und Landwirten;
  • stellen wir allen Pilotbetrieben Weiterbildungsmöglichkeiten und individuelle Unterstützung in Form von Expertinnen und Experten für regenerative Landwirtschaft zur Verfügung, um die Betriebe am Anfang des Prozesses zu unterstützen;
  • messen wir die Auswirkungen regenerativer Bewirtschaftungsmethoden in den landwirtschaftlichen Pilotökosystemen, verfolgen diese nach und dokumentieren sie;
  • verstehen und dokumentieren wir Verhaltensveränderungen von Mitgliedern der Pilotbetriebe;
  • entwickeln wir ein in der Milchwirtschaft derzeit mangelndes Verständnis dessen, was regeneratives Wirtschaften bedeutet, und sammeln dabei Erfahrungen im Rahmen unterschiedlicher Bewirtschaftungssysteme und Länder;
  • tauschen wir Wissen und Erfahrungen bei Diskussionsrunden, durch Fallstudien und Projektfortschrittsberichte aus;
  • bündeln wir das Wissen von Landwirtinnen und Landwirten sowie von externen Expertinnen und Experten, um gemeinsame regenerative Prinzipien und Praktiken zu identifizieren, die großflächig von Arla-Landwirtinnen und -Landwirten genutzt werden könnten.
(de) Activation needed

We want to inform you that after activation your data will be transmitted to Youtube.

Coalition of Action for Soil Health, CA4SH (Aktionsbündnis für Bodengesundheit)

Die Coalition of Action 4 Soil Health wurde in einem von vielen Akteuren getragenen Ansatz anlässlich des Welternährungsgipfels der Vereinten Nationen erarbeitet und ermöglicht eine vereinfachte Umsetzung und die Ausweitung von Maßnahmen zur Wiederherstellung von Böden, sodass durch Investitionen und politisches Handeln die Bodengesundheit in produktiven Landschaften gestärkt wird.

Insbesondere sieht der mehrwertschöpfende Ansatz von CA4SH vor, dass weltweite Koordinierungs- und Wirkungsmechanismen und -prozesse (u. a. Werkzeuge für die Überprüfung von Ergebnissen auf verschiedenen Ebenen) entwickelt werden. So sollen Investitionen der öffentlichen Hand sowie marktorientierte Investitionen der Privatwirtschaft in Bodengesundheit gelenkt und gestärkt werden. Diese Investitionen sind eine grundlegende und proaktive Reaktion auf Fragen zur Ernährungssicherung, zum Klimawandel, zu sozioökonomischen Erträgen und Wachstum, zu Produktivität, zu Lebensgrundlagen im ländlichen Raum, zu biologischer Vielfalt, Klima und Natur.

CA4SH wird durch verschiedene regionale Hubs ausgestaltet, die die Akteure in den unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten mit ihren besonderen Bedürfnissen und Schwerpunkten unterstützen können. Zu den Maßnahmen zählen:

  • Treffen von Investoren des öffentlichen und privaten Sektors und die Entwicklung eines Ansatzes zur Mitwirkung beteiligter Akteure, sodass Investitionen in wirksame Maßnahmen zur Bodengesundheit fließen.
  • Förderung von Forschung und Entwicklung, die auf dem aktuellen Wissensstand und den neusten Methoden zur Regeneration und Bewirtschaftung gesunder Böden aufbauen und die die Wissenschaft in an Landwirtinnen und Landwirten orientierte Lösungen einbindet; gleichzeitig konsequentes Monitoring zur Stärkung evidenzbasierter Entscheidungsprozesse.
  • Verzahnung mit den vielen aktuell laufenden wissenschaftsbasierten Initiativen – einschließlich der von Landwirtinnen und Landwirten geführten Initiativen – sowie dem Wissen und den Erfahrungswerten, um so Mechanismen und Rahmenbedingungen für die Verknüpfung von Investitionsentscheidungen mit den bewährten Verfahren der Bodenbewirtschaftung zu ermöglichen.
  • Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten und der Privatwirtschaft zur Gestaltung wirtschaftlicher Anreize und Unterstützungsmechanismen, um die Umsetzung zu ermöglichen.
  • Aufbau stufenartiger nationaler und globaler Nachverfolgungsmechanismen und -systeme für die Erhebung empirischer und quantitativer Daten zur Stützung eines Investitionsrahmens für Bodengesundheit.
  • Etablierung eines Politikdialogs zwischen der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft, um ein förderliches Umfeld für die Verbesserung von Bodengesundheit sicherzustellen.

CA4SH verzahnt bereits existierende Initiativen, wie z. B. 4 per 1000, die UNCCD-Ziele für eine Welt ohne Nettobodenverlust, die Globale Bodenpartnerschaft, Living Soils in the Americas, WOCAT, die Soil Health Initiative, RECSOIL, Soils4Climate, der Soils Investment Hub des WBCSD sowie die UNFCCC, die CBD und Action Track 5 des UNFSS (Steigerung der Resilienz gegenüber Schwachstellen, Schocks und Belastungen). Gemeinsam mit all diesen Initiativen fungiert CA4SH als Koordinierungs- und Clearingstelle, die das Ziel hat, durch den Aufbau einer Multi-Akteursplattform und der Verknüpfung verschiedener Bereiche (öffentliche Hand, Privatwirtschaft, Forschung) globale Bodengesundheit zu erreichen.

Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.

(de) Activation needed

We want to inform you that after activation your data will be transmitted to Youtube.

Nahrungsmittel, Boden, Menschen – Wachsen im GRAND GARTEN

GRAND GARTEN ist eine der GRAND FARM für Forschung und Demonstration zugehörige Marktgärtnerei. Eine große Vielfalt frischer, ökologisch erzeugter, saisonaler und regionaler Sommer- und Wintergemüsesorten und Kräuter wird hier in Handarbeit angebaut und regional vermarktet. Zwar gilt die Erzeugung als „bio-intensiv“, d. h. es soll die maximal mögliche Ernte an einem bestimmten Standort erzielt werden. Jedoch schützt die Marktgärtnerei gleichzeitig die genutzten Ressourcen und regeneriert diese sogar. Für die Regeneration des Bodens nutzen wir Kompost, Mulch, bodenbedeckende Kulturen und Fruchtfolgen. Weil wir auf Mineraldünger und Pestizide verzichten, verschmutzen wir weder Luft noch Grundwasser. Gleichzeitig dient unser Anbau von Nahrungsmitteln und die Stärkung der Böden dem Klimaschutz, der Anpassung an den Klimawandel und dem Aufhalten des Rückgangs der biologischen Vielfalt. Die Marktgärtnerei reagiert bedient damit 11 der 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele. Wir sind ein Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Deshalb arbeiten wir ebenfalls mit Universitäten und Forschungsinstituten aus Österreich, der EU sowie den USA und Afrika zusammen. Und auch die Zahl der Menschen wächst durch unser Projekt. 2021 haben wir 16 Praktikantinnen und Praktikanten aus sieben unterschiedlichen Ländern die Möglichkeit gegeben, jeweils über mehrere Wochen oder Monate bei uns im GRAND GARTEN zu arbeiten und zu leben. Wir konnten bei rund 120 Veranstaltungen im Jahr 2021 mehr als 2.000 Menschen direkt erreichen. Wir verbessern den Bodenschutz, indem wir dauerhaft entweder für den Handel bestimmte Landwirtschaftserzeugnisse oder bodenbedeckende Kulturen auf unseren Flächen anbauen. Wir verzichten vollständig auf Pestizide und Mineraldünger und vermeiden Bodenverdichtung durch schwere Maschinen. Durch das Aufbringen einer Übergangsmulchdeckschicht verhindern wir die Erosion durch Wasser und Wind und steigern gleichzeitig die Wasserversickerung.

Wir regenerieren geschädigte Böden durch die Nutzung von Kompost, Mulch, bodenbedeckenden Kulturen und Fruchtfolgen. Wir bauen eine große Vielfalt von Kulturen auf Beeten an, die nicht mehr verdichtet oder mit Pestiziden oder Mineraldüngern behandelt sind. Wir regenerieren beschädigte Böden, während wir sie nutzen. Wir regenerieren beschädigte Böden, indem wir unser Saatgut mit dem Mikrobiom von Regenwurmkompost beschichten.

Wir gestalten somit die Nutzung von endlichen Landressourcen nachhaltiger, indem wir uns intensiv um sie kümmern. Wir nutzen sie auf bio-intensive Art, ohne dabei den Boden zu schädigen. Wir regenerieren ihn.

Ein gerechter Zugang zu Land ist indirekt über das Konzept der Marktgärtnerei besser zu erreichen. Aufgrund der intensiven Erzeugung hochwertiger Kulturpflanzen benötigen Landwirtinnen und Landwirte nur 0,5–1 Hektar Land für ein langfristig gesichertes Einkommen. In anderen Produktionssystemen brauchen sie dafür vergleichsweise deutlich mehr Fläche.

Wir beim GRAND GARTEN versuchen die Nahrungsmittelproduktion mit der Regeneration von Böden und anderen Ressourcen zusammenzuführen und dabei gleichzeitig junge Menschen auszubilden. GRAND FARM verbindet die Produktion mit Forschung und Demonstration und setzt auf zukunftssichere Systeme zur Nahrungsmittelerzeugung wie z. B. Agroforstwirtschaft und Marktgärtnerei. Solche Systeme werden auf den Betrieben aufgebaut, von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, NGOs und anderen Akteuren beurteilt und daraufhin der Gesellschaft vorgestellt.

Packen wir es gemeinsam an! Das ist unsere einzige Chance, die vor uns liegenden Probleme als Gesellschaft lösen zu können!

(de) Activation needed

We want to inform you that after activation your data will be transmitted to Youtube.

Gut&Bösel

Bei Gut&Bösel steht der Boden im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir sind ein 3000 ha großer Landwirtschafts- und Forst-Betrieb mit 25 Mitarbeiter*innen, eine Stunde östlich von Berlin. Wir erforschen und entwickeln verschiedene Methoden der regenerativen Landwirtschaft, um zu verstehen, wie großflächige Landwirtschaft in Zukunft transformiert werden kann.

Wir sind der Überzeugung, dass Landnutzung der Schlüssel ist, um viele der drängendsten Probleme unserer Zeit zu lösen – vom Klimawandel und dem Verlust der Artenvielfalt bis hin zu Hunger und Chancengleichheit.
Daher arbeiten wir an verschiedenen Methoden der multifunktionalen Landwirtschaft, um gesunde und widerstandsfähige Ökosysteme aufzubauen: Von ganzheitlichem Weidemanagement, über Kompostierung, syntropischem Agroforst und Waldumbau bis zur Entwicklung neuer Software und Technik.
Um die Deckungsbeitragskosten und Effekte von multifunktionaler Landwirtschaft einschätzen und analysieren zu können, kooperieren wir mit Universitäten und Forschungsinstituten. Gemeinsam erheben wir Daten über die ökonomischen, ökologischen & soziale Externalitäten – wie Biodiversität, Kohlenstoffbildung, Bodentemperatur, Wasseraufnahmekapazität und Wasserspeicherkapazität.

Insbesondere durch die extremen Vorraussetzungen, mit denen wir hier in Brandenburg konfrontiert sind, wie unsere sandigen Böden und geringen Niederschlag, sind wir überzeugt: Was bei uns funktioniert, kann auch in anderen Teilen Deutschlands – und sogar der Welt – funktionieren. Wir hoffen daher, zukünftig unsere Daten und Erfahrungen zu multifunktionaler Landwirtschaft anderen Landwirt*innen zur Verfügung stellen zu können.

www.gutundboesel.org

Seite empfehlen