Innovationen, um Investitionen in gesunde Böden anzukurbeln

 

 

Weltbank

Zeit: Mittwoch, 26. Januar 2022, 15:00 – 16:00 Uhr, anschließender Deep Dive 16:00 – 16:30 Uhr

Sprachen: Englisch, Deutsch

Zusammenfassung:
Diese Veranstaltung zielt darauf ab, Innovationen bei Finanzierungsmodellen und Partnerschaften zu untersuchen, die für eine Beteiligung der Privatwirtschaft notwendig sind, und um das Problem mangelnder Investitionen für gesündere Böden zu beheben. In die Bodengesundheit zu investieren kann gesellschaftliche, finanzielle und ökologische Vorteile mit sich bringen. Gesunde Böden sind widerstandsfähiger in Dürrezeiten, erhöhen die Ertragssicherheit, vermindern Nährstoffverluste und speichern Kohlenstoff besser. Aufgrund dieser zahlreichen Vorteile gehören bodenbasierte Ansätze zu den kostengünstigsten für eine erfolgreiche Transformation der Lebensmittelsysteme. Doch die Investitionen in Böden sind dürftig. Um die fast 600 Milliarden US-Dollar an öffentlichen Geldern und die Billionen privater Investitionen in Landwirtschaft und Lebensmittel sinnvoll für neue Investitionen in Maßnahmen für den Bodenschutz und die Bodensanierung, innovative Finanzierungsmittel und Partnerschaften einzusetzen, ist es erforderlich, die Kluft zwischen den entscheidenden ökonomischen und ökologischen Vorteilen für die Gesellschaft und der häufigen Wahrnehmung begrenzter finanzieller Anreize für die Erzeugerinnen und Erzeuger zu überbrücken. In dieser Diskussionsrunde werden die Herausforderungen aus Sicht der privatwirtschaftlichen Erzeugerinnen und Erzeuger beleuchtet, sowie die Innovationen in Finanzierungsmittel (beispielsweise die ergebnisorientierte Finanzierung in Verbindung mit technologiebasierten MRV-Systemen für Bodenkohlenstoff) und Partnerschaften (zum Beispiel Privatunternehmen und landwirtschaftliche Verbände durch das Food Systems, Land Use and Restoration (FOLUR) Impact Program), deren breitere Anwendung den Bodenschutz und die Bodensanierung in dem Maße vorantreiben könnte, wie es für Landwirtinnen und Landwirte, Unternehmen und die Umwelt sowie für die Gesundheit der Menschen, des Planeten und der Volkswirtschaften erforderlich ist.

Aufzeichnung

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Moderator

Lystra N. Antoine ist die ehemalige Geschäftsführerin der „Globalen Partnerschaft für Lebensmittelsicherheit“.  Während ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit bei der Weltbank arbeitete sie in verschiedenen Regionen, darunter Südasien, Afrika, Europa und Zentralasien sowie Ostasien.  Lystra N. Antoine widmete sich während ihrer gesamten Laufbahn ergebnisorientierten Strategien zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen – sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich.  Bevor sie 2016 die Leitung der „Globalen Partnerschaft für Lebensmittelsicherheit“ übernahm, war sie vier Jahre lang Globale Direktorin für Landwirtschaftliche Entwicklung bei DuPont, einem Fortune-500-Unternehmen mit über 60.000 Mitarbeitern.  Lystra N. Antoine hat einen MBA von der SUNY, Buffalo, und einen Doktortitel der Rechtswissenschaft vom „Rechtszentrum der Georgetown Universität“.

Podiumsgäste

Der Verband vertritt weltweit mehr als 440 Mitglieder und umspannt somit die gesamte Düngemittelwertschöpfungskette. Zudem fördert er die verantwortungsvolle und effiziente Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Pflanzennährstoffen, um nachhaltige landwirtschaftliche Systeme zu ermöglichen. Zuvor war Alzbeta Klein für die Internationale Finanz-Corporation (IFC) bzw. die Weltbankgruppe tätig. Durch ihre verschiedenen, Tätigkeiten auf Vorstandsebene, u. a. als Stabschefin des CEO der IFC sowie als Global Co-Head of Industry and Agribusiness und Global Head of Climate Business, jeweils am Hauptsitz in Washington, D.C., und im Ausland. Sie war Mitglied verschiedener Vorstände und Beratungsgremien führender Unternehmen der Agrar- und Ernährungsindustrie, wie z. B. Hans Merensky Holdings mit Sitz in Südafrika und Grupo Los Grobo in Argentinien. Sie saß zudem in den Beratungsgremien für Nachhaltigkeit von Nespresso und der New York University Stern School of Business. Als kanadische und slowakische Staatsbürgerin hat sie im Laufe ihres beruflichen Lebens in allen Schwellenregionen gearbeitet. Sie hat einen Abschluss in Ingenieurwesen von der Universität Prag, Tschechische Republik, einen Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Ottawa, Kanada, und führt den Titel Chartered Financial Analyst (CFA). Ihre Managerausbildung hat sie an der Harvard Business School sowie am INSEAD abgeschlossen.

Ishmael Sunga leitet die Bauernorganisation SACAU, die die gemeinsamen Interessen von Landwirtinnen und Landwirten in 12 Ländern im südlichen Afrika vertritt. Er ist federführend bei der Arbeit der Organisation in Bezug auf digitale Lösungen, den Klimawandel, die Entwicklung einer neuen Generation von Landwirtinnen und Landwirten sowie landwirtschaftlichen Verbänden, Multi-Akteurs-Plattformen, die Steuerung von Wertschöpfungsketten sowie das Aufbrechen von Silodenken. Dank seiner vielfältigen Berufserfahrung und starken Führungskompetenz war er für diverse Organisationen tätig, u. a. für den UN-Weltgipfel zu Ernährungssystemen, das Weltwirtschaftsforum, die Afrikanische Union/NEPDA (Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas), die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA), die Montpellier-Malabo-Expertengruppe, Koalition für Ernährung und Landnutzung (FOLU), das CGIAR-Forschungsprogramm zu Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (CCAFS), Generation Africa und die Kommission zur nachhaltigen Intensivierung der Landwirtschaft (CoSAI). Ishmael Sunga hat einen B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften der Universität von Simbabwe und einen M.Sc. in strategischem Management der Universität Derby, Vereinigtes Königreich. Er verfügt darüber hinaus über weitere postuniversitäre Qualifikationen und hat weitreichende Erfahrungen, darunter mehr als 30 Jahre im Entwicklungssektor.

ReNature ist eine niederländische Organisation mit umfangreichen Kenntnissen und Erfahrungen im Bereich der regenerativen Landwirtschaft auf der ganzen Welt. Felipe Villela war Lead Author beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) für derenGEO for Business Brief” zum Thema „Die sich wandelnde Rolle der Wirtschaft bei der Umgestaltung der Lebensmittelsysteme” (The changing role of Business in Transforming Food Systems) und Teil des Führungsteams beim UN-Gipfel zu Ernährungssystemen (UN Food Systems Summit) 2021. Felipe Villelas Arbeit und Bestreben ist es, internationale Unternehmen dazu zu bewegen, ihre landwirtschaftlichen Praktiken mit Hilfe erfolgreicher Vorzeigeprojekte der regenerativen Landwirtschaft umzustellen, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit der Landwirte zu gewährleisten. 

Martien van Nieuwkoop, Direktor für die Agriculture and Food Global Practice in der Sustainable Development Practice Group der Weltbank Er spielt eine führende Rolle bei der Konzeption und Umsetzung der Strategie der Weltbank und ist ein Experte für Know-how im Agrar- und Ernährungsbereich. Zudem ist er für die Operationalisierung der Vision der Weltbank für Landwirtschaft und Ernährung in regionalen und Länderprogrammen zuständig. Er ist ein hochrangiger Sprecher für Landwirtschaft und Ernährung für die gesamte Weltbank auf internationaler Ebene und steht der Agriculture and Food Global Practice vor. Zuvor war er Practice Director der Agriculture Global Practice der Weltbank und von 2015 bis 2017 arbeitete er als Practice Manager für Landwirtschaft in der Region Südasien.  Vor Aufnahme seiner Tätigkeit bei der Weltbank war er seit 1991 für das Internationale Zentrum zur Verbesserung von Mais und Weizen in Mexiko tätig. Er hat einen Doktorabschluss in Entwicklungsökonomie der Landwirtschaftlichen Universität Wageningen.

Andrew Kwasari war zuvor als Sonderassistent für Projekte des ehemaligen Landwirtschaftsministers und als leitender technischer Berater für Politik und Projekte des ehrenwerten Ministers für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung tätig, während dessen die Landwirtschaftsförderungspolitik (APP) als sektorale Politik für den Zeitraum 2016 bis 2020 formuliert wurde. Er leitete die Entwicklung des nigerianisch-brasilianischen bilateralen Landwirtschaftsentwicklungsprogramms, des Grünen Imperativs, das darauf abzielt, die landwirtschaftlichen Praktiken zu modernisieren, indem es die vom Privatsektor geleitete Mechanisierung und Agroverarbeitung mit Kleinbauern verbindet, um die Haupthindernisse für die Produktivitätssteigerung von Kleinbauern und die Verluste nach der Ernte anzugehen und gleichzeitig eine Verbindung zu Finanzen und Markt herzustellen. Er war auch als leitender technischer Berater des Vizepräsidenten für die Koordinierung von Agrarinterventionen verantwortlich, der für das Sekretariat des Unterausschusses des Nationalen Wirtschaftsrats für Farmer-Herder-Krisen verantwortlich ist, der die 10-jahres-Strategie des Nationalen Transformationsplans für die Viehwirtschaft hervorgebracht hat, um die ressourcenbasierten Konflikte zwischen Landwirten und Hirten ganzheitlich anzugehen und die Viehzucht in Nigeria zu modernisieren, um die Einschränkungen veralteter Haltungspraktiken mit damit verbundener niedriger Milchmenge anzugehen und Rindfleischerträge. Andrew Kwasari verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Privatsektor mit multinationalen Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung schlüsselfertiger kommerzieller Landwirtschaftsprojekte sowie von Kleinbauern. 

Timothée Murillo ist ein führender Unternehmer im Bereich Nachhaltigkeit mit 15 jähriger internationaler Erfahrung in der Entwicklung und Finanzierung neuer Geschäftsmodelle, Impact Investments und integrativer Wachstumsstrategien in der Lebensmittel-, Landwirtschafts- und Wasserindustrie. Als “Globaler Director intelligenter und nachhaltiger Landwirtschaft Farming für McCain ist er verantwortlich für die Förderung und Finanzierung des Übergangs zur regenerativen Landwirtschaft für mehr als 3.500 Kartoffelbauern, die weltweit mit McCain zusammenarbeiten. Der Aufbau nachhaltiger landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten und Lebensmittelsysteme erfordert innovative und lokale Ansätze in Partnerschaft mit engagierten Landwirten, sowie privaten, öffentlichen und gemeinnützigen Akteuren. “Gemeinsam können wir Wirkung in großem Maßstab erzielen und Unternehmen wettbewerbsfähiger und Gemeinschaften und Gebiete widerstandsfähiger machen.” 

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