Mehrdimensionale Bodengesundheit – Wege, um Anreize für Verbesserungen zu schaffen

Foreign, Commonwealth and Development Office UK

Zeit: Donnerstag, 27. Januar 2022, 09:30 – 10:30 Uhr, anschließender Deep Dive 10:30 – 11:00 Uhr

Sprachen: Englisch, Deutsch

Zusammenfassung:
Ziel: Aufzeigen und Erörtern von Optionen für sinnvolle politische Reformen und/oder Programmansätze zur Schaffung von Anreizen und zur Unterstützung der Landnutzerinnen und -nutzer bei der Verbesserung der Bodengesundheit in all ihren Dimensionen. Dazu gehört die Betrachtung von Erfahrungen und Optionen für politische Reformen, beispielsweise die Neuausrichtung öffentlicher Fördermittel auf die Landwirtschaft. Das Fachpodium ergänzt die von der Weltbank vorgeschlagene Diskussion über den wirtschaftlichen Nutzen von Investitionen in die Bodengesundheit, wobei der Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Einbeziehung des Privatsektors und zur Schließung der Finanzierungslücke liegt.

Die Veranstaltung nutzt die Dynamik, die durch den vom Vereinigten Königreich und der Weltbank geleiteten Politischen Dialog über die Beschleunigung des Übergangs zu einer nachhaltigen Landwirtschaft und zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen durch die Neuausrichtung der öffentlichen Politik und die Unterstützung und Skalierung von Innovationen entstanden ist. Im Rahmen des Dialogs ist ein Aktionsplan für politisches Handeln entwickelt worden, für den der Startschuss beim Klimagipfel COP26 gegeben wurde – einem wichtigen Meilenstein, um diesen Aktionsplan voranzutreiben.  Der Aktionsplan für politisches Handeln gibt einen nicht normativen Handlungsrahmen vor, in dem kontinuierliches Peer Learning und Wissensaustausch einen entscheidenden Teil ausmachen. Das GFFA bietet eine Gelegenheit für weiterführende Diskussionen zu politischen Reformbemühungen und für die Vorstellung von Praxisbeispielen, die skaliert oder an neue geografische Gegebenheiten angepasst werden können.

Das Fachpodium wird die folgenden Schwerpunktthemen behandeln:

  • Die wichtigsten Herausforderungen für Landbewirtschafterinnen und -bewirtschafter beim Schutz oder der Wiederherstellung der Bodengesundheit;
  • Erfahrungen und Möglichkeiten, einige dieser Hindernisse durch eine Reform öffentlicher politischer Maßnahmen sowie Fördermittel zu beseitigen;
  • Strategien für die Messung und Bewertung der Auswirkungen

Aufzeichnung

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Bitte beachten Sie, dass die folgenden Lebensläufe zum Teil nur in Englisch vorliegen.

Moderator

Organisation:
International Water Management Institute – Geschäftsstelle in Rom, Italien
Funktionsbezeichnung:
Stellvertretende Generaldirektorin – Forschung für die Entwicklung (seit Juni 2021)
Leiterin des strategischen Programms – Wasser, Klimawandel und Resilienz (seit Juli 2019)
Leitende Wissenschaftlerin (Februar 2019 – Juni 2021)

Organisation:
International Centre for Biosaline Agriculture, Dubai, VAE
Funktionsbezeichnung:
Leiterin der Abteilung für Klimawandelmodelle und die Anpassung an den Klimawandel (Mai 2015 – Oktober 2018)
Leitende Wissenschaftlerin (Juni 2012 – Mai 2015)
Wissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt Wasserpolitik und -governance (Juni 2008 – 2012)

Organisation:
Oxford Water, Institut für Geographie und Umwelt, University of Oxford, VK
Funktionsbezeichnung:
Führende Gastwissenschaftlerin (2013 – 2015)
Forschungsgruppenleiterin (Januar 2002 – 2013)
Leiterin des MSc-Programms (Januar 2002 – Juli 2005)
Dozentin an der Fakultät (Januar 1993 – Oktober 1996)

1990 – 1994
Promotion an der University of Oxford, VK, Herford College, Stipendiatin des Programms „Mortimer May Graduate Scholarship“, Doktorarbeit (PhD) mit dem Titel „A GIS-Based Hierarchical Simulation Model for Assessing the Impacts of Large Dam Projects“
1989
Graduiertendiplom in Kartographie und Landvermessung, University of Queensland, Australien, finanziert durch den Rotary International Scholar Award
1985 – 1988
Bsc-Honours-Abschluss in Geographie (Schwerpunkt Physische Geographie), University of Reading, VK

Podiumsgäste

Dr. Zornbach ist in einem kleinen Gartenbaubetrieb aufgewachsen und hat von 1979 bis 1986 Biologie an der Universität Hamburg studiert mit den Studienschwerpunkten Angewandte Botanik, Mikrobiologie und angewandte Entomologie.

 

Nach Abschluss der Dissertation an der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (heute Julius Kühn-Institut) wechselte Dr. Zornbach im Juni 1990 an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dort arbeitete er im Referat Pflanzenschutz und seit Februar 2017 im Referat Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Klimafolgen (Referat 521), das er heute leitet.

Dr. Zornbach hatte über 10 Jahre den Vorsitz der OECD Pesticide Risk Reduction Steering Group inne, leitete eine Reihe von OECD Seminaren und Workshops zu unterschiedlichen Pflanzenschutzthemen sowie zuletzt die OECD Working Group on Pesticides. Dies ist innerhalb der OECD das höchste Gremium, das sich mit Pflanzenschutzfragen befasst. Im Jahr 2018/2019 war Dr. Zornbach Vorsitzender der Global Research Alliance on Agricultural Greenhouse Gases (GRA).

Madhur Gautam ist leitender Agrarökonom in der Global Practice für Landwirtschaft und Ernährung bei der Weltbank, wo er das thematische Team für Agrarpolitik und öffentliche Ausgaben leitet.  Er verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der internationalen Entwicklungsarbeit, mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft und ländliche EntwicklungSeine Hauptinteressen liegen in den Bereichen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik, Produktivitätswachstum, Ernährungssicherheit, Strukturwandel, Nexus Landwirtschaft und Umwelt, Agrarmärkte und Preisanalyse, Analyse öffentlicher Ausgaben, Risikomanagement, sowie ländliche Entwicklungsstrategie. Er hat zahlreiche Länder- und Sektorstrategien, sektorale und thematische Analyse- und Diagnosestudien, Evaluierungen, Zeitschriftenartikel und Bücher verfasst und mitgestaltet. Er hat einen Doktortitel in Agrarökonomie und einen Master in Wirtschaftswissenschaften. 

Professor Edward R. Rhodes verfügt über einen BSc in Landwirtschaft von der Universität von Sierra Leone und über einen Doktortitel in Bodenkunde von der Universität Aberdeen, Vereinigtes Königreich. Er hat mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Lehre, Durchführung und Betreuung von Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Bodenchemie und -fruchtbarkeit auf Universitätsebene. Professor Rhodes war Präsident des Forschungsrates der Universität von Sierra Leone. Er diente dem Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ernährungssicherheit von Sierra Leone als Geschäftsführender Direktor des Nationalen Koordinierungsrates für Agrarforschung (“National Agricultural Research Coordinating Council”). Zuletzt war er Prokanzler der Njala-Universität. 

Er hat mit einer Reihe von internationalen und Entwicklungsagenturen zusammengearbeitet im Bereich Feldarbeit, darunter IFDC, FAO, UNU-INRA, USAID und EU, zuletzt als nationaler Teamleiter einer von der EU finanzierten umfassenden Bodenuntersuchung in Sierra Leone (“National Comprehensive Soil Survey”), die zur Entwicklung einer nationalen Bodenmanagementstrategie beigetragen hat.  Professor Rhodes hat auch in Liberia, Togo, Ghana, Niger, Malawi und Mosambik gearbeitet. 

WICHTIGSTE ERFAHRUNGSBEREICHE 

Ausbildung im tertiären Bildungsbereich; Bildungs- und Forschungsverwaltung; Landwirtschaft/Agronomie/Erweiterung; Landwirtschaftliche Systeme; Bodenkunde/Bodenchemie/Bodenfruchtbarkeit/Düngemittel/Bodenschutz; Bestandsaufnahme der Bodenressourcen; Bodengesundheit; Anfälligkeit landwirtschaftlicher Systeme gegenüber dem Klimawandel; Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel; klimaintelligente Landwirtschaft entlang landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten; grüne Wirtschaft; agrarökologische Praxis; Management natürlicher Ressourcen; Forschung/Extension/Beteiligung der Landwirte und Landwirtinnen an der landwirtschaftlichen Entwicklungsforschung; Integrierte landwirtschaftliche Entwicklungsforschung; Verknüpfung von Landwirtschaft und Ernährung; Nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung; Ausbildung von landwirtschaftlichen Berater:innen; Ernährungssicherheit/Armutsbekämpfung; Landwirtschafts- und Bildungspolitik; Wissenschaftliches Schreiben; Konzeptpapiere/Durchführbarkeitsanalyse/Projektvorbereitung; Projektdurchführung und -evaluierung; Evaluierung von Mitarbeiter:innen; Sektor-, Länder- und Regionalüberprüfung und Synthese; Überprüfung und Redaktion von Berichten und Dokumenten; Vorbereitung von Policy Briefs. 

Siôn McGeever ist seit September für das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) tätig und leitet dort das Referat für Zugang, Landschaftspflege, Torfmoore und Böden (Access, Landscapes, Peatlands and Soil – ALPS). Das Referat befasst sich mit der Verbindung zwischen Mensch und Natur, dem Wirtschaften in geschützten Landschaften, der Sanierung und dem Schutz von Torfmooren und der Verbesserung der Bodengesundheit in England mit dem Ziel der Umkehrung des Verlusts an Artenvielfalt (einschließlich des 30×30-Ziels), der Verbesserung der Lebensbedingungen der Nation und der Bekämpfung des Klimawandels. Dabei arbeitet das Referat zum Schutz und zur Verbesserung der Biodiversität im Rahmen des Darwin-Plus-Programms auch mit unseren überseeischen Gebieten zusammen.

Siôn McGeever hat Erfahrung im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und insbesondere in der Programmentwicklung und -umsetzung sowie in der Entwicklung von politischen Maßnahmen der britischen Regierung in Afrika, dem Nahen Osten und in der ganzen Welt. Seit 14 Jahren ist er sowohl für das Entwicklungsministerium als auch für das Außenministerium des Vereinigten Königreichs tätig. In seiner Arbeit in der Programmentwicklung und im politischen Bereich hat sich Siôn McGeever auf Verkehr, Handelserleichterung, Klimaresilienz und -finanzierung, erneuerbare Energien, Wasser- und Sanitärversorgung, Kinderernährung, Bodenreformen und Migration konzentriert.

Vor seiner Tätigkeit im Entwicklungsbereich hat er fünf Jahre lang im Produktionsmanagement im Vereinigten Königreich, Australien und den pazifischen Inselstaaten gearbeitet. Siôn McGeever hat Universitätsabschlüsse in Ingenieurwesen sowie in Umwelt, Entwicklung und Politik.

 

Ann Winowiecki ist Wissenschaftlerin für Bodensysteme beim Weltzentrum für Agroforstwirtschaft (ICRAF) mit Sitz in Nairobi, Kenia. Sie verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Arbeit in den globalen Tropen zu Schlüsselfragen der Landwiederherstellung, der nachhaltigen landwirtschaftlichen Intensivierung und der Bodenkohlenstoffdynamik. In den letzten zehn Jahren war sie maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung des “Land Degradation Surveillance Framework” (LDSF) des ICRAF beteiligteinem systematischen Überwachungsrahmen für die Bewertung des Zustands von Boden und Land. Diese Methodik wurde in über 40 Ländern in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerndarunter nationale Regierungen und internationale Organisationen umgesetzt, und wird derzeit zur Verfolgung von Veränderungen im Laufe der Zeit und zur Überwachung von Wiederherstellungsmaßnahmen im ganzen Subsahara-Afrika eingesetzt. Sie hat zahlreiche Publikationen über organischen BodenkohlenstoffÖkosystemleistungen und Bodendegradation afrikaweit veröffentlichtdarunter eine Reihe von vielzitierten Publikationen über die Ökosystemgesundheit auf der Grundlage des LDSF-DatensatzesDerzeit leitet sie eine von IFAD und EU finanzierte Initiative zur Wiederherstellung degradierter Böden in Ostafrika und der Sahelzone (http://www.worldagroforestry.org/project/restoration-degraded-land-food-security-and-poverty-reduction-east-africa-and-sahel-taking), die den Ansatz „Forschung in der Entwicklung“ umsetzt, um Wiederherstellungsmöglichkeiten zu skalieren. (http://www.worldagroforestry.org/output/full-brochure-2020-using-planned-comparisons-east-africa-and-sahel).   

2018 wurde sie als “Landscape Laureate” nominiert:  

Soil scientist Leigh Winowiecki works with over 8,000 farmers to restore degraded land in Africa

Ms. Ma. Estrella „Esther“ Penunia ist Generalsekretärin des Asiatischen Bauernverbands für nachhaltige ländliche Entwicklung (AFA), einem regionalen Bündnis nationaler Bauernorganisationen (FO-s) in Asien. Die 2002 gegründete AFA besteht derzeit aus 22 nationalen Bauernverbänden in 16 Ländern, die rund 13 Millionen Kleinbauern und -bäuerinnen vertreten, die Ackerbau, Viehzucht, Fischerei, Hütehaltung und Weidewirtschaft betreiben. Die AFA fördert die Rechte der Bauern und Bäuerinnen auf Land, Wasser, Wälder und Saatgut; nachhaltige, klimaresistente agrarökologische Ansätze in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Forst; die Stärkung von Bauer:innenkooperativen und -unternehmen, die Stärkung weiblicher Mitglieder, die Gewinnung junger Menschen für die Landwirtschaft und die Nutzung von Kapazitäten für eine wirksame Governance durch ein integriertes Programm zum Aufbau von Organisationen und Bewegungen; politische Interessenvertretung; Überwachung, Evaluierung, Rechenschaftspflicht, Lernen und Kommunikation; Dienstleistungen für die Unternehmensentwicklung, Kapazitätsaufbau und interne Verwaltung. 

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